tsenso FreshIndex

tsenso FreshIndex

Der FreshIndex: Tatsächliche Frische und ein dynamisches Haltbarkeitsdatum

Das FreshIndex-System ist eine Cloudlösung für das Management von Frischedaten entlang der Lebensmittellieferkette. Ziel ist, die Versorgung mit Lebensmitteln ökonomisch und ökologisch zu optimieren.

Das System ermittelt auf Basis von realen Lager- und Kühltemperaturen sowie Hygienedaten der Hersteller ein dynamisches Haltbarkeitsdatum (DHD) in Echtzeit und kann somit die tatsächliche Frische und Haltbarkeit von leicht verderblichen Lebensmitteln anzeigen. Das DHD wird nicht als fixes Datum aufgedruckt, sondern lässt sich per App auslesen sowie digital anzeigen, zum Beispiel auf digitalen Preisschildern und im Online-Lebensmittel-Shop. Solange das Produkt temperaturüberwacht wird, aktualisiert sich das DHD automatisch. 

MHD vs. DHD

Das MHD wird per Gesetz vom Hersteller definiert und auf das Etikett der Produktverpackung gedruckt. Es beschränkt die gesetzliche Haftung des Herstellers für das von ihm in den Verkehr gebrachte Produkt.
Das MHD hat nur bedingt etwas mit der Frische des Produkts zu tun, da es die tatsächlichen für die Haltbarkeit relevanten Parameter nicht beachtet. Produkte können bei falscher Lagerung schon vor dem MHD verderben, aber auch noch Tage bis Monate nach dem MHD genießbar sein.

Das DHD soll das MHD nicht ersetzen, sondern als Ergänzung dienen und tatsächliche Produktfrische transparent machen.

Frische-Index Skala

Wie funktioniert das FreshIndex System?

Die FreshIndex Cloud erhält permanent Logistik-, Temperatur- und andere qualitätsrelevante Daten von jeder Stelle der Lieferkette – vom Hersteller bis zum Handel. Durch den Abgleich mit Labormessungen sowie Messungen innovativer Lebensmittelscanner, ermittelt die FreshIndex Cloud in hoher Genauigkeit:

  1. das dynamische Haltbarkeitsdatum DHDimmernoch beste Frische und Qualität
  2. das dynamische Verzehrslimit DVLab diesem Datum sollte das Produkt nicht mehr verzehrt werden.

Frische-Index Skala

FreshIndex Praxistest in METRO Stores

August / September 2019 – Testfokus: Schweinefleisch

Das neue dynamische Haltbarkeitsdatum wurde erstmals im August und September in ausgewählten Metro Stores getestet. Am Informationsstand in der Fleischabteilung hatten Kunden die Möglichkeit mit einem zur Verfügung gestellten Smartphone, die tatsächliche Frische zu erfahren. Darüber hinaus konnte sich der Kunde durch die Angabe seiner persönlichen Transport- und Lagerbedingungen zu Hause ein persönliches dynamisches Haltbarkeitsdatum (DHD) ermitteln lassen. So konnte der Kunde zum ersten Mal die tatsächliche Haltbarkeit mit dem MHD vergleichen und ein Gefühl dafür entwickeln, wie groß die Auswirkung auch der eigenen Kühltemperaturen auf die Haltbarkeit von Produkten sind. Ergebnisse des Feldtests folgen.

 

 

FILIALE ZEITRAUM
Korntal 05.08.2019 – 09.08.2019
St.Augustin 12.08.2019 – 16.08.2019
Mainz-Kastel 21.08.2019 – 22.08.2019
Düsseldorf 26.08.2019 – 30.08.2019
Berlin – Friedrichshain 02.09.2019 – 06.09.2019
09.09.2019 – 11.09.2019

FreshIndex APP

FreshIndex App

Durch Scannen des Barcodes bekommen Endkunden folgende Informationen:

  • aktuelle Frische
  • Anzahl der verbleibenden Tage bis DHD
  • DHD und DVL als Datumsanzeige
  • wie sich das dynamische Haltbarkeitsdatum und Verderbslimit verändert, wenn über die Regler die eigene Transportdauer/Temperatur sowie die Kühlschranktemperatur eingestellt werden
  • Details zum Produkt, Hersteller, Nachhaltigkeit und Lebensmittelsicherheit.

Vorteile des FreshIndex und des DHD

FreshIndex Benefits

Für Händler und ihre Kunden bietet das FreshIndex-System den Vorteil, die tatsächliche Haltbarkeit von Produkten auslesen zu können.

Das „first expired, first out“-Prinzip lässt sich somit optimieren: Verkauft bzw. verbraucht wird zuerst, was tatsächlich als erstes abläuft. Dies führt zu einer gesteigerten Profitabilität durch das Vermeiden von Lebensmittelabfällen.

Im Handel lassen sich besonders frische Waren über den FreshIndex bewerben. Und Lebensmittel, welche bald verbraucht werden sollten, können einfach identifiziert und über Sonderangebote vor der Tonne gerettet werden. Mögliche Beschwerden können vorab vermieden werden, wenn durch schlechte Transport- bzw. Lagerbedingungen, das Produkt bereits vor Ablauf des MHD schlecht ist. Die Lebensmittelsicherheit wird durch die Angabe des dynamischen Haltbarkeitsdatums erhöht.

Insgesamt wird durch die erhöhte Transparenz über die gesamte Lieferkette hinweg Vertrauen in das Produkt, die Hersteller und den Handel gestärkt.

 

Frische-Index im Kühlschrank

Neben dem Einsatz im stationären Handel soll der FreshIndex auch in den folgenden Bereichen eingesetzt werden:

Einsatz im Online-Shop

Gerade im Online-Lebensmittelhandel ist der Nachweis der Qualität verderblicher Produkte besonders wichtig. Der FreshIndex erhöht die Transparenz und stärkt das Kundenvertrauen.

Einsatz im Kühlschrank

Wir kennen das alle: Manchmal tauchen im Kühlschrank alte Produkte mit abgelaufenem MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) auf und wir fragen uns – kann man das noch essen? Meistens lautet die Antwort: ja. Doch das sieht man vielen Produkten nicht an und zu selten verlassen wir uns auf unsere Augen und die Nase. Wer möchte schon ein Risiko eingehen?

Wir bei tsenso möchten den Frische-Index langfristig bis in den heimischen Kühlschrank bringen. Per App oder über den smarten Kühlschrank wird der Index dann anzeigen, wie frisch und sicher die Lebensmittel noch sind.

Der FreshIndex ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziertes Forschungsprojekt von tsenso, Universität Bonn, arconsis, Metro, GS1, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und bwcon. Das Vorhaben wird im Rahmen der Fördermaßnahme „KMU-NetC“ mit rund 1 Million Euro gefördert (Förderkennzeichen 03VNE2107B) und läuft bis Ende 2019.

Für 2020 konnten wir bereits das Folgeprojekt FreshAnalytics akquirieren. FreshAnalytics hat zum Ziel die FreshIndex Datenbasis zu erweitern und zu vervollständigen, sowie durch intelligente Auswertungen und künstliche Intelligenz neue Lösungen und Produktideen für die Lebensmittelindustrie zu schaffen. Darüber hinaus soll für Konsumenten eine datenschutzkonforme Informationsplattform bereitgestellt werden.

Für FreshAnalytics suchen wir noch Interessenten aus den Bereichen Lebensmittelproduktion, Logistik und Handel. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.

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Unsere FreshIndex Partner

Metro AG
Die METRO AG ist ein führender internationaler Spezialist für den Groß- und Lebensmittelhandel. METRO unterstützt während des Projektes maßgeblich tsenso, um die Transparenz und Sicherheit in der Lieferkette zu erhöhen. Das erfolgt durch die Bereitstellung von Hygienedaten der Hersteller und der tatsächlich gemessenen Lagerbedingungen. Dadurch wird ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der Lebensmittelverschwendung geleistet.

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GS1
GS1 Germany begleitet die Entwicklung und Implementierung offener, branchenübergreifender, weltweit gültiger Standards. Im Rahmen des Projekts prüft GS1 Germany unter anderem, bis zu welchem Grad ein dynamisches Haltbarkeitskriterium im weltweit bestehenden GS1 Portfolio abgebildet werden kann und bereitet bei Bedarf notwendige Erweiterungen des Standards für eine mögliche Freigabe vor.

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bwcon
bwcon e.V. – Das Netzwerkmanagement übernimmt die bwcon GmbH, die Dienstleistungstochter der Wirtschaftsinitiative Baden-Württemberg: Connected e. V., die sich der Förderung des HightechStandortes Baden-Württemberg sowie der für Wirtschaft und Gesellschaft entscheidenden Technologien und Märkte verschrieben hat.
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arconsis
Strategischer Partner für innovative Mobile Business-Lösungen und IT-Dienstleistungen in den Bereichen
Adaptive Enterprise und Mobile Enterprise.

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Uni Bonn
Das Team um PD Dr. Judith Kreyenschmidt an der Uni Bonn forscht seit Jahren im Bereich Lebensmittelsicherheit, um die Ausschüsse entlang der Supply Chain zu reduzieren. Mit seinen Ergebnissen unterstützt es maßgeblich die Entwicklung des FreshIndex.

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Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Die Forschungsgruppe für Wirtschafts- und Verbraucherinformatik von Prof. Dr. Gunnar Stevens an der H-BRS zeichnet sich dadurch aus, dass sie Umwelt- und Verbraucherinformatik aus einer praxeologischen Perspektive betrachtet.

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